Wie sollte man bei einem Tausch vorgehen?
Allgemeine Vorgehensweise beim Kondensator-Tausch
Zunächst ist es ratsam, viele Fotos zu machen. Von der Verkabelung, von der Platine, von den Kondensatoren.
Elektrolytkondensatoren müssen polrichtig eingebaut werden, dafür ist bei Ihnen in der Regel der Minus-Pol durch einen seitlichen Streifen am Gehäuse markiert.
Es ist gut, wenn man dort nachsehen kann, wie herum der Kondensator nun eingebaut war, den man gerade zwischen den Fingern hält, um den Neuen wieder richtig herum einbauen zu können (vereinzelt kann man auch Platinen-Aufdrucken nicht trauen, sofern vorhanden).
Ich empfehle das Auslöten mit Hilfe von Entlöt-Litze und einer Entlöt-Saugpumpe. Am besten wäre eine elektronische Entlöt-Station mit beheizter Saugpistole, doch deren Anschaffung loht sich bei kleineren Projekten in meinen Augen nicht.
Verschaffen Sie sich erst ein Bild der Lage. Bedenken Sie, dass in den allermeisten Fällen Elkos mit höherer Spannungsfestigkeit geliefert wurden.
Der Wert der maximal zulässigen Spannung (V) darf mit dem des alten Kondensators übereinstimmen, darf aber sehr gerne höher sein und darf niemals kleiner sein
Ein Beispiel dazu:
In Ihrem originalen Gerät sind jeweils vier verschiedene Typen von 47µF-Kondensatoren verbaut:
47µF/10V,
47µF/25V,
47µF/35V und
47µF/50V.
Als Ersatztypen würden Sie von uns wie folgt geliefert bekommen:
2x 47µF/35V als Ersatz für 10V und 25V
2x 47µF/63V als Ersatz für 35V und 50V
Obwohl beim Original ein 35V-Kondensator dabei ist, wird, damit die Spannungsfestigkeit höher wird, dafür ein 63V-Kondensator geliefert.